Ich muss gestehen, dass ich mich auf anruechige Weise an der Voelkerverstaendigung beteilige. Nicht, dass es mir am Herzen liegt mein Heimatland in positives Licht zu stellen, doch gibt es zu Anlaessen wie dem deutsch-israelischen Netzwerkforum stets jene Art von Unterhaltung, der ich seit meiner Sozialpaedagogenzeit immer wieder bedarf. Dieses maechtig aufgedonnerte Blabla, die Beschwoerung von Synergieeffekten, Darlegung von Schnittstellen. Natuerlich um einiges praechtiger insziniert als die AGs und Netzwerkbemuehungen in der Jugendarbeit, doch im Prinzip sehr aehnlich. Das deutsch-israelische Netzwerkforum wurde veranstaltet von der deutsch-israelischen Gesellschaft, einem zweifellos moralisch integeren Verein, der aufrichtig Pro-Israelisch ist, und fand im Goethe Institut statt. Weiterlesen
Aparte Anschuldigung
Ich muss zugeben, dass mir Felicia Langer kein Begriff war, bevor sie das Bundestverdienstkreuz bekommen hat. Ich kann mir die Namen der zahllosen Israel-KritikerInnen schon gar nicht mehr merken. Zumal sie, egal wie sie heissen, ohnehin immer nur den gleichen Brei aufwaermen. Zum Anlass der besonderen Auszeichnung einer dieser Israel-KritikerInnen und damit der Wuerdigung ihrer Tiraden gegen den juedischen Staat von Seiten des deutschen Staates, kribbelt es mich aber in den Fingern, ein paar Binneneindruecke aus dem viel gescholtenen ”Apartheid-Staat” zum Besten zu geben. Weiterlesen
Israelreise – pt.3 – Ari’el
Anekdote zur Senkung der Moral
In einem Fischerhafen an einer westlichen Kueste Europas bemueht sich ein leger gekleideter Tourist gelassen den Augenblick zu geniessen. Einzig das geschaeftige Treiben, dass aus einem schicken Fischlokal zu vernehmen ist, verleidet ihm das Vorhaben. Besteck klirrt und reizende Damen quieken froehlich, waehrend die Herren zufrieden brummen. Der Tourist, dem das Lokal gaenzlich unbekannt ist, mustert dieses argwoehnisch und tritt dann naeher an den Kai um seinen Blick ueber die Boote schweifen zu lassen. Sein Streben nach dem authentischen Eindruck wird jaeh unterbrochen als ein Trunkener rauchend an ihn herantritt und ihn anglotzt. Dieser oeffnet den Mund ohne etwas zu sagen und bringt somit beide in Verlegenheit. Schliesslich rutscht ihm ein Entschuldigung ueber die Lippen. Der Tourist – der Landessprache immer noch maechtig – wiegelt zunaechst ab. Ach was. Wofuer? Weiterlesen
Israelreise-pt.2-Ma’ale Adumim
Ponti-Faxen
Nachdem sich die Spuren des heiligen Vaters im heiligen Land wieder verloren haben, bemuehen sich irdische Kommentatoren darum, die Groesse seiner Schritte zu bemessen. Die Auslegung der Nachwirkung des Kirchenoberhauptes bietet Gelegenheit einmal mehr eigene Anschauungen an einem hoeheren Ereignis abzuarbeiten. So verfestigt sich noch einmal die Vorstellung einer schweren Reise, die der Pontifex auf sich genommen hat. Der Gang duch Nahost wurde in den Tagen vor seinem Erscheinen vor Ort oft zur Reise mit schwerem Gepaeck stilisiert. Eine gelungene Dramatisierung, die sich heute fuer eine positive Anschauung seines Wirkens fruchtbar erweist. Die Reise stand vermeintlich unter einem schlechten Stern. Von Ratzingers Hitlerjugend bis zu Benedikts Rehabilitation eines Holocaust-Leugners wurden allerlei Schwierigkeiten heraufprophezeit. Als ob jemals die Moeglichkeit bestanden haette, dass der Papst seinen Auftritt verweinbauert. Weiterlesen
