Zur Kasse, bitte

Die Verursacher müssen zahlenIn dieser Aussage findet sich die geballte Affirmation des Kapitalismus.
Die entfesselte Auseinandersetzung ueber die Moeglichkeit sozialer Unruhen traegt ihren Teil dazu bei, eine Vorstellung zufestigen, nach der es einerseits diejenigen “die die Krise verursacht und vom Kasino-Kapitalismus profitiert haben” und auf der anderen Seite die Geprellten, gibt. Da die Krise nun massiv auf den Arbeitsmarkt durchzuschlagen droht, wird vermutet, dass sich die Betroffenen ihre Besonnenheit aufgeben koennten. Weiterlesen

Sirenen und zwei Minuten Stillstand

Als heute morgen um 10 die Sirenen im ganzen Land aufheulten, sind Millionen still gestanden im Gedenken an Millionen planvoll ermordeter Juden. In Ohnmacht vor dem antisemitischen Wahn, dem so unendlich viele Menschen in den deutschen Konzentrationslagern zum Opfer gefallen sind. Weiterlesen

Bank Of Scotland

Tausende Demonstranten fordern vom G-20-Gipfel: “Bestraft die Plünderer”
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Bei Demonstrationen gegen Kapitalismus, Umweltzerstoerung und Kriege wurde anscheinend nicht nur “Haltet den Dieb” gefordert, sondern auch ein “sauberer Kapitalismus”. Konsequent wurde dann eine Filiale der Bank of Scotland gestuermt und verwuestet. Weiterlesen

Die Anderen – pt.2 – Ressentiment

Es ist nicht einfach, mich durch die europaeische Nahostberichterstattung zu lesen ohne das Sein, das ich vor Ort vor Augen habe, zum falschen Schein zu erklaeren. Zwischen meinen Erfahrungen, die ich inmitten der israelischen Gesellschaft gewonnen habe, und der Einschaetzung der europaeischen Journaille besteht eine Differenz, die mich an meinem Verstand oder der Presse zweifeln lassen muss. Schwieriger zu verdauen, und zugleich leichter zu verstehen, werden die israelfeindlichen Toene der Medienlandschaft, wenn die Nahostberichte Leserkommentaren ausgesetzt werden. Dann sind klare Ressentiments auszumachen und Denkmuster zu erkennen, denen der uneingestandene antisemitische Wahnsinn anklebt. Weiterlesen

Israelreise – pt.1 – Sderot

bunker-VIII

 

Vom Busbahnhof in Tel Aviv ist es nur eine Stunde mit der Linie 379 bis zu Dieters Camper, der an der Ortseinfahrt nach Sderot steht. Knapp drei Euro fuer ein Busticket, dass einen vermeintlich in eine andere Realitaet befoerdert. Raus aus der viel beschworenen Bubble Tel Aviv mit ihrer unbaendigen Lebenslust und rein in die Stadt, die in den letzten Jahren mehr als fuenftausend Mal mit Kassam-Raketen angegriffen wurde. Weiterlesen

Stillgestanden.Frieden.Marsch pt.2

Am Tag vor den Wahlen habe ich einen meiner seltenen freien Tage dazu genutzt, durch Jerusalem zu spazieren. In der Ben Yehuda hatte ich das Vergnuegen auf die Produktion eines RTL-Beitrags zu den anstehenden Wahlen zu stossen. In mehreren Versuchen hat der Sprecher mit ernster Miene verkuendet, dass die Erstwaehler die historische Chance haben,…, vermutlich aber nicht von ihrem Wahlrecht gebrauch machen, … Rechtsruck…. Weiterlesen