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	<title>Olivers Betrachtungen &#187; Iran</title>
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	<description>Anmerkungen zum 21. Jahrhundert</description>
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		<title>schwarz rot gold weiß rot II</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Mar 2010 09:12:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver</dc:creator>
				<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Holocaust]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>

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		<description><![CDATA[Jeder kennt unsere geschichtliche Last, die unvergängliche Schande, kein Tag, an dem sie uns nicht vorgehalten wird. Martin Walser Daher könnte man Juden mit einiger Berechtigung als „Tätervolk“ bezeichnen. Martin Hohmann “Morgens in Jad Vaschem die Fotos vom unmenschlichen Warschauer &#8230; <a href="http://derpartisan.com/2010/03/01/schwarz-rot-gold-weis-rot-ii/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="mceTemp"><img title="Deutsches Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau" src="http://www.derpartisan.com/wp-content/uploads/2010/03/auschwitz14-300x240.jpg" alt="Deutsches Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau" width="300" height="240" /></div>
<p>Jeder kennt unsere geschichtliche Last, die unvergängliche Schande, kein Tag, an dem sie uns nicht vorgehalten wird.<span id="more-484"></span><br />
<a href="http://www.hdg.de/lemo/html/dokumente/WegeInDieGegenwart_redeWalserZumFriedenspreis/index.html">Martin Walser</a><br />
Daher könnte man Juden mit einiger Berechtigung als „Tätervolk“ bezeichnen.<br />
<a href="http://www.tagesschau.de/inland/meldung270492.html">Martin Hohmann</a><br />
“Morgens in Jad Vaschem die Fotos vom unmenschlichen Warschauer Ghetto, abends fahren wir ins Ghetto in Ramallah. Da geht einem der Deckel hoch”<br />
<a href="http://www.welt.de/politik/article750858/Wenn_es_aus_deutschen_Bischoefen_spricht.html">Bischoff Hanke</a><br />
&#8220;Ich fürchte, dass kaum jemand den Antisemiten, die es in Deutschland gibt, leider, die wir bekämpfen müssen, mehr Zulauf verschafft hat als Herr Scharon und in Deutschland ein Herr Friedman mit seiner intoleranten und gehässigen Art&#8221;<br />
<a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,199445,00.html">Moellemann</a><br />
&#8220;Ich kann in den Aktionen der israelischen Armee keinen Abwehrkampf gegen den Terrorismus sehen &#8211; sondern nur Vernichtung&#8221;<br />
<a href="http://www.nahost-politik.de/deutschland/bluem.htm">Norbert Bluem</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wer sich den Anforderungen der Moderne nicht gewachsen sieht, sexuell zu kurz kommt und ökonomisch zurückbleibt, kann gegen die Moderne, die alles verkompliziert, nur dann zurückschlagen, wenn seinem Frust ein konkretes Ziel gegeben wird. In Form eines gemeinschaftlich getragenen Feindbildes.</p>
<p>Systembedingte und überindividuelle Dynamiken, die das eigene Fortkommen behindern, bleiben unbeachtet, zu Gunsten einer wahnwitzigen Weltanschauung, bei dem alles um konkrete Heils- und Unheilsbringer gruppiert ist.</p>
<p>In der verkehrten Auffassung falscher Verhältnisse steckt der Keim des Antisemitismus.</p>
<p>Wem die Moderne als Bedrohung erscheint,  bemüht sich nicht darum, komplizierte Dynamiken zu verstehen, sondern darum, die Wurzel allen Übels durch Schuldzuschreibung greifbar zu machen.</p>
<p>Die gemeinschaftliche Deutung der Realität und die Festlegung der Schuldigen, bereitet dem kollektiven Frustabbau den Weg.</p>
<p>In dieser Weltsicht haben Verschwörungen und Paranoia nicht nur ihren Platz, sondern dienen als tragende Säulen.</p>
<div><a href="http://www.welt.de/print-welt/article270732/Laut_Umfrage_sehen_EU_Buerger_in_Israel_die_groesste_Gefahr_fuer_den_Weltfrieden.html">65% der Deutschen – ca. 2 von 3 – waren 2003 der Meinung, dass Israel die größte Gefahr für den Weltfrieden darstellt.</a></div>
<p>Der Antizionismus baut auf nie überwundenen antisemitischen Ressentiments. Israel wird in Deutschland  über Projektionen wahrgenommen, die einer verkehrten Weltsicht entspringen. Und den Beschädigungen der deutschen Psyche.</p>
<p>Bei den Deutschen ist es mehr als nur die Aversion gegen die  Erfolgsgeschichte des Staates Israel, in der die Enttäuschung über die Moderne sich in der Wut auf ein modernes &#8220;Gebilde&#8221; auslässt, dem Unheil und Verderben zugeschrieben werden. Die Vorwürfe, Israel sein Apartheit, Aggression und religiöser Wahn gründen nicht in einer Analyse des demokratischen Einwandererstaates sondern in der Psyche der Israel&#8221;kritiker&#8221;.</p>
<p>In Deutschland wird das antimodernistische Ressentiment vom Drang nach Revision der Geschichte begleitet. Die Gemeinschaft der Deutschen sieht sich - trotz aller angestrenten schwarz-rot-geilen Bemühungen um Normalität  - durch den Holocaust  diskreditiert . Die Rehabilitation des Volkskörpers will nicht gelingen, was unbegriffene  moderne Zeiten nur noch gefährlicher erscheinen lässt.</p>
<div>
<div>Auschwitz soll deshalb auf verschiedene Weise entsorgt werden. Durch den Bau von Denkmälern wie in Berlin, <a href="http://www.derpartisan.com/2010/02/16/schwarz-rot-gold-weis-rot-i/">Aufrechnung wie in Dresden</a>, Generalisierung wie überall betrieben. Das Gedenken wird als als hohle Mahnung gegen Diskriminierung allgemeiner Art entsorgt.<br />
Der Geschichtsrevisionismus, der aus Hitlers willigen Helfern ein Volk kostruiert, dass unter einer kleinen Gruppe von Nazidespoten zu leiden hatte, hat an seiner Popularität nichts eingebüßt, seit den Jahren, weit vor meiner Geburt, als im Heimatbuch meines Geburtsdorfes festgehalten wurde, dass zur betreffenden Zeit &#8220;der Krieg über Deutschland hereingebrochen ist&#8221;.</div>
</div>
<div>Besonders in Mode ist neben Opfermythos die extreme Geschichtsrelativierung, die Israelis als neue Nazis benennt.</div>
<div>
<div>Instrumentalisierung des Holocaust, Faschismus und Vernichtungsdrang lauten  die  Vorwürfe an Israel, die stets wird der Ruf nach Bestrafung so laut, dass dem Antisemitismus der Schleier der Israelkritik endgültig genommen wird. Internationaler Gerichtshof, Boykott und iranische Atombombe. Die Straflust ist eine wahre Obsession.</div>
<div><a href="http://www.honestly-concerned.org/Temporary/Antisemitismus-in-Deutschland_Kurzbericht.pdf">Nach einer Studie der Universität Bielefeld von 2004</a> stimmen 57,3 % der Deutschen der Aussage &#8220;Israel führt einen Vernichtungskrieg gegen die Palästinenser&#8221; eher (33,2%) bzw. voll und ganz (35,1%) zu. Der Aussage &#8220;Was der Staat Israel heute mit den Palästinensern macht, ist im Prinzip auch nichts anderes als das, was die Nazis im Dritten Reich mit den Juden gemacht haben&#8221; stimmen 23,9 % der Deutschen eher und weitere 27,3% voll und ganz zu.</div>
</div>
<div>Wo ist die Auseinandersetzung, die Adorno und andere ideologiekritsche Sachbverständige eingefordert haben, um abzusichern, dass Ausschwitz nie wieder sei?</div>
<div>In ideologiekritischer Betrachtung ist der antisemitische Wahn, der sich bis zum Holocaust gesteigert hat, nicht mit dem Sturz von Nazideutschland verschwunden und muss auch im vermeintlich nachfaschisischen Deutschland aufgespürt werden.</div>
<p>Im Grunde sind die Lehren aus dem Holocaust nicht so schwierig, wie es gerne angeführt wird. Es geht nicht um die Erörterung der Schuld nachfolgender Generationen, sondern um die besonderen Verantwortung Deutschlands - als Nachfolgestaat des Dritten Reichs - eliminatorischen Antisemitismus NIE WIEDER den Weg zu bereiten. Ein angemessenes Gedenken an Auschwitz wäre es - über die ohnehin viel zu spät bezeugte Sympathie mit den Opfern hinaus -  Solidarität mit denen zu zeigen, die in den Fokus der Erben jener völkermordverursachnden Ideologie gekommen sind. Das Gedenken an den Holocaust ist eine Aufforderung, unbedingte Solidarität mit dem Staat Israel zu zeigen.</p>
<p>Deutschland, dessen Existenzrecht nach Auschwitz nur mit der besonderen Verantwortung für den jüdischen Staat gedacht werden kann, darf die Augen vor der angedrohten Zerstörung Israels nicht verschliessen.</p>
<p>Deutschland hat demonstiert, wie grenzenlos der antisemitische Wahn ist und die Geschichte hat gelehrt, wie wirkungslos sich das Appeasement hinsichtlich des eliminatorisch gesinnten Antisemitismus verhält.</p>
<p>Das Gedenken an den Holocaust kann nicht in einer Reihe von Denkmälern entsorgt werden. Es fordert zu einer ernsthafteren Auseinandersetzung auf, um zu verhindern, dass Auschwitz je wieder sein wird. Es mahnt aus der Geschichte zu lernen, dass der antisemitische Wahn nicht bei Drohungen und Vorbereitungen zum Völkermord halt macht.</p>
<p>Zu Hitlers Zeiten in die islamische Welt exportiert, hat der antisemitische Wahn dort Wurzeln geschlagen und blüht in fruchtbarer Verschlingung mit dem Islamismus auf. In Europa musste er sich dageen zum Antizionismus wandeln. Trotzdem ist die Ideologie der Apokalyptiker in Teheran und die ihrer Sympathisanten in Europa verwandt mit den Weissen von Zion und den Propagandisten der Endlösung der Judenfrage.</p>
<p>Den Machthabern im Iran kommen in Europa allerhand apologetische Dienste zu. Ihnen wird entweder unterstellt überhaupt nicht nach der Bombe zu streben oder zugestanden diese zu besitzen (hier fehlt es der pro-iranischen antizionistischen Front an Stringenz). Und stets wird darauf hingewiesen, dass alles, was sie verlautbaren, doch ganz anders gemeint ist.<br />
Dieses obsessive Eintreten für eine Wahnehmung, der das iranische Streben nach der Bombe und die Vernichtungsphantasien hinsichtlich Israel, verschleiert bleibt, ist Dienst am Antisemitismus.</p>
<p>Auch die Verdrehung der iranischen Aggression gegen Israel (die nicht nur im Griff nach der Bombe, sondern auch durch den Terrorismus seiner Statthalter im Libanon und im Gaza zum Ausdruck kommt) ist so aufzufassen.</p>
<p>Um einen evtl. israelischen Präventivschlags als letztes Mittel zum Überleben des jüdischen Staates als initiale Gewalt darzustellen, auf die der Iran mit dem Streben nach der Bombe quasi nur reagiert, ist nur unter bewusster Verdrängung des Verstandes zu Gunsten der Propaganda möglich. Trotzdem findet sich diese Sichtweise überall</p>
<p>Antisemitismus ist mehr als mit den Juden ein Problem zu haben und<br />
tatsächlich hat der Iran mit dem jüdischen Staat weder einen Grenz- noch einen Flüchtlingskonflikt. Im Iran sind Fanatiker an der Macht, nach deren Verständnis der Welt die Moderne nioch viel mehr als Bedrohung erscheint, als den deutschen Globalisierungsgegenern von rechts und links, die sich so gerne solidarisch mit den Mullahs geben.</p>
<p>Ungeachtet des eigentlich himmelschreidenden Unterschieds, der zumindest zwischen linker und iranischer Agenda hinsichtlich Frauen- und Minderheitenrechten und dem Umgang mit Homosexualität besteht. Es ist zu offensichtlich, dass die Verbrüderung allein dem gemeinsamen Feind geschunden ist. Mit missionarischem Eifer treiben die Machthaber in Teheran deren Tilgung von der Landkarte voran und bekommen dafür mächtig Schützenhilfe aus sogenannten antiimerialistischen Kreisen in der ideologischen Wiege des planvollen Vernichtens der Juden.</p>
<p>Es sei den Antizionisten einmal unterstellt, dass sie die Vernichtung Israels gar nicht wollen, sondern sich vom nuklearen Iran eine Zurechtstutzung der israelischen Stellung erhoffen. Hier wirkt sich die ausgebliebene Aufarbeitung von Auschwitz besonders fatal aus. Da es sich in radikalste Steigerung antisemitischer Ressentiments, Millionen Menschen umbringen zu müssen, um die Welt zu retten, schwer hineindenken lässt, wird er schlicht verleugnet und denen, die ihn ernst nehmen, Instrumentalisierung vorgeworfen. Alles nur Vorwand für einen Krieg gegen das große iranische Volk etc. Pp.</p>
<p>Auch in Deutschland ging der tatsächlichen Judenvernichtung der Entschluss und die Planung voraus. So unmöglich es ist, sich vorzusetellen, wie die Rationalität in den Dienst der effektiven Ermordung von Millionen Menschen gestellt werden konnte, muss akzeptiert werden, dass es geschehen ist und in einer anderen Form wieder aufgenommen werden soll. Und wie Netanyahu richtig festgestellt hat, wird das irrationale Hinschlachten nicht bei den Juden halt machen.</p>
<p>Ein fanatisches Regime, das droht Israel von der Landkarte zu tilgen, schickt sich an, in den Besitz von Atombomben zu kommen.</p>
<p>Aus dem Holocaust sollte die Lehre gezogen werden, den Wahn eliminatorisch gesinnter Antisemiten nicht zu unterschätzen und alles zu tun, dass es zu keinem weiteren Völkermord an den Juden kommt.</p>
<p>Gerade hier muss der Holocaust als Mahnung stehen, die Zeichen der Zeit zu erkennen, bevor ein weiteres unbegreifliches Verbrechen geschieht.</p>
<p>Ich schaue aus Tel Aviv mit der größten Bestürtzung auf Deutschland, wo es scheinbar nicht wenige gibt, denen eine Bombe in den Händen der apokalyptischen Is lamisten nicht unrecht wäre und denen es einen Lustgewinn zu bereiten scheint, sich dieses Szenario auszumalen und seinem Zustandekommen das Wort zu reden.</p>
<p>Der Iran droht Israel von der Landkarte zu streichen. Gerade in Deutschland sollte dies zu einer unbedingten Solidarität mit dem jüdischen Staat führen. Von einer Vorreiterrolle bei Sanktionen bis zur Unterstützung eines Luftschlages.</p>
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		<title>Sirenen und zwei Minuten Stillstand</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Apr 2009 11:05:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver</dc:creator>
				<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>
		<category><![CDATA[Holocaust]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>

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		<description><![CDATA[Als heute morgen um 10 die Sirenen im ganzen Land aufheulten, sind Millionen still gestanden im Gedenken an Millionen planvoll ermordeter Juden. In Ohnmacht vor dem antisemitischen Wahn, dem so unendlich viele Menschen in den deutschen Konzentrationslagern zum Opfer gefallen &#8230; <a href="http://derpartisan.com/2009/04/21/sirenen-und-zwei-minuten-stillstand/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="postbody">Als heute morgen um 10 <a class="postlink" href="http://www.haaretz.com/hasen/spages/1079917.html">die Sirenen im ganzen Land aufheulten</a>, sind Millionen still gestanden im Gedenken an Millionen planvoll ermordeter Juden. In Ohnmacht vor dem antisemitischen Wahn, dem so unendlich viele Menschen in den deutschen Konzentrationslagern zum Opfer gefallen sind.<span id="more-209"></span></div>
<p>In den deutschen Medien wird derweil Fuer und Wider des Fernbleibens Deutschlands von der Antirassismuskonferenz der UN eroertert. Vielfach erhebt sich die Ansicht, wonach es aufrichtiger gewesen waere, dem iranischen Praesidenten dort argumentativ zu begegnen, statt seinen Auftritt zum Anlass zu nehmen, sich dem Boykott vieler anderer Staaten anzuschliesen.</p>
<p>Vergessen wird dabei, dass Antisemitismus ist kein Vorurteil ist und Antisemiten nicht durch Widerspruch von ihrem Wahn abzubringen sind .</p>
<p>In der Kritik an Israel, wie sie von Achmadineschad ernet bemueht wurde, offenbart sich das antisemitische Ressentiment. Je genauer der Blick auf die Vorgaenge der UN-Konferenz gegen Rassismus gerichtet wird, desto gruseliger erscheint die ganze Veranstaltung.<br />
Der iranische Praesident hat noch einmal aller Welt erlaeutert, dass er im Holocaust nichts als einen falschen Vorwand fuer den Staat Israel sieht. Die Konferenz bietet ihm ein Forum fuer die Delegitimation des juedischen Staates.</p>
<p>Kaum ist ein Tag seit seinen Tiraden vergangen und schon wird sich angeschickt, den iranischen Praesidenten auf ein Neues zu dechiffrieren und umzudeuten, da antisemitischer Wahn und seine eliminatorische Gesinnung eine positve Bezugnahme in Europa verbieten. Dabei wird dem Mann unrecht getan. Er bemueht sich nach Kraeften beim Wort genommen zu werden. Er verleugnet den Holocaust um Israel die Legitimation zu entziehen.</p>
<p>Obwohl Israel weder einen Fluechtlings- noch einen Grenzkonflikt noch sonst einen Interessenkonflikt mit dem Iran hat, wird diese Delegitimation immer und immer wieder ins Feld gefuehrt. Z.B. beim Holocaust-Karrikaturenwettbewerb.</p>
<p>Wer den antisemitischen Wahn in der Diskusion herausfordert, laeuft Gefahr, sich mit Berichtigungen begnuegen zu muessen, die die “Schwere dessen, wogegen anzugehen ist, kaum in Bewegung setzen wuerden”, wie Adorno in “Aufarbeitung der Vergangenheit” formuliert hat.</p>
<p>In seinem antisemitischen Wahn befangen, sieht der iranische Praesident in Israel nichts als die dunklen Machenschaften einer zionistischen Verschwoerung, von der Gefahr ausgeht. Israels Existenz gilt ihm als Bedrohung mit der verfahren werden muss. Dieser Wahn treibt ihn zu der Foerderung den juedischen Staat <a class="postlink" href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,381752,00.html">von der Landkarte zu tilgen.</a></p>
<p>Die Gefahr, die der iranische Praesident dabei wittert ist die Gefahr der Moderne, mit der sich der erzkonservative Islam nicht vermitteln kann. Israel ist hier in antisemitischer Manier eine Projektionsflaeche.</p>
<p>In der Ablehnung der Moderne liegt wohl der Anschluss fuer seine europaeischen Anhaenger. In den antisemitischen Tiraden findet der staendige Betrug um das versprochene Glueck einen Schuldigen. Nicht zufaellig wird Israel in Europa <a class="postlink" href="http://www.welt.de/print-welt/article270732/Laut_Umfrage_sehen_EU_Buerger_in_Israel_die_groesste_Gefahr_fuer_den_Weltfrieden.html">als Gefahr fuer den Weltfrieden</a> wahrgenommen.</p>
<p>Im Gegensatz zum gewoehnlichen Vorurteil kann dem antisemitischen Ressentiment nicht argumentativ begegnet werden. Wenn Antisemiten reden, dann stellen sie das Gesagte nicht zur Ueberpruefung. Unmoeglich wird die Auseinandersetzung mit ihnen, wenn die Anklage gegen Israel so sehr in ein Wahnsystem verstrickt ist, dass jedes Widerwort an ihr abprallt, bzw. noch als Beweis fuer die Reichweite des zionistischen Einflusses geltend gemacht wird.</p>
<p>Der iranische Praesident zeigt keinerlei Faehigkeit seine “Ansichten” auf die Realitaet zu reflektieren. Er redet um Wirkung zu erziehlen. Seine “Wahrheit” steht fuer ihn bereits fest.</p>
<p>Vergebliche Liebesmueh, den Thesen mit Antithesen kommen zu wollen, wo es gar keine Thesen sind.</p>
<p>Die Konferenz bietet bietet eine denkbar unguenstige Sprechsituation fuer vernuenftige Kraefte. Der iranische Praesident schneidet einer Sprechsituation, in der es zu kommunikativer Verstaendigung kommen koennte, das Waser ab. Aus der Notwendigkeit heraus, dass sein Wahn keiner vernuenftigen Pruefung stand halten koennte.</p>
<p>Die ganze Konferenz ist Buehne fuer Antisemitismus im Gewand der Kritik an Israel.<br />
Dem Ressentiment freien Lauf gelassen.</p>
<p>Das Wahnsystem des iranischen Praesidenten kann nicht gebrochen werden, da die herbeihalluzinierte zionistische Verschwoerung, die es zu tilgen gilt, ihm den Vorwand bietet, sich nicht mit der Moderne arrangieren zu muessen.</p>
<p>Dem eliminatorischen Wahn, wonach Israel von der Landkarte getilgt werden muesse, um dann endlich eine bessere “Welt ohne Zionismus” zu haben, eine Buehne zu bieten ist eine moralische Bankrotterklaerung fuer die UN und teilnehmende europaeische Staaten tun sich keinen Gefallen damit, sich dort einspannen zu lassen.</p>
<p>Die Ueberlebenden der Shoa haben in Israel eine Zufluchtstaette gefunden. Ein juedischer Staat, der es nicht gestattet, die Juden noch einmal zur Schlachtank zu fuehren.</p>
<p>Eine Heimstaette, die ihnen gerade heute von einer UN-Versammlung madig gemacht, wo nicht gar abgesprochen wird.</p>
<p>Gerade der heutige Gedenktag an die Opfer der Shoa mahnt an, die eliminatorischen Absichten von Antisemiten ernst zu nehmen.</p>
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		<title>Nie wieder vs. Nicht wider</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Mar 2009 11:48:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver</dc:creator>
				<category><![CDATA[Krieg und Terror]]></category>
		<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; Hier in Israel faellt es schwer, hinter den iranischen Forerungen, Israel von der Landkarte zu tilgen, nichts als den Wunsch nach Gespraech mit der westlichen Welt zu sehen Wo die Vernichtungsdrohungen so offensichtlich auf einem antisemitischen Wahnsystem bauen, wird die &#8230; <a href="http://derpartisan.com/2009/03/09/nie-wieder-vs-nicht-wider/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p align="left"><span style="font-family: Verdana, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Hier in Israel faellt es schwer, hinter den iranischen Forerungen, Israel </span></span><a href="http://www.tagesschau.de/ausland/meldung154160.html"><span style="color: #800080;"><span style="font-family: Verdana, sans-serif;"><span style="font-size: small;">von der Landkarte zu tilgen</span></span></span></a><span style="font-family: Verdana, sans-serif;"><span style="font-size: small;">, nichts als den Wunsch nach Gespraech mit der westlichen Welt zu sehen</span></span></p>
<p align="left"><span style="font-family: Verdana, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Wo die Vernichtungsdrohungen so offensichtlich auf einem antisemitischen Wahnsystem bauen, wird die atomare Bewaffnung des Iran zur existentiellen Bedrohung es juedischen Staates. Die atomaren Ambitionen des Iran werden hier in Israel nicht symbolisch verstanden, sondern als sehr gefaehrlich eingeschaetzt. Die Welt ohne Zionismus wird hier nicht nur als Propaganda, sondern durchaus als Programm verstanden. In Israel wird eine iranische Fuehrung, die dem juedischen Staat gegenueber eliminatorisch gesinnt ist, als existentielle Bedrohung wahrgenommen. <img src="http://derpartisan.com/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" name="graphics1" width="1" height="1" align="bottom" border="0" />Die vom Iran finanzierten radikalistamistischen Vereine Hizbollah und Hamas geben mit ihrem Raketenterror eine Anzahlung auf den blutigen Ernst, mit dem es Israel an den Kragen gehen soll.<br />
Iran hat immer wieder Entgegenkommen sinalisiert und sich so gegen einen wirksamen Militaerschlag abgesichert. Der sich unentwegt anbahnende diplomatische Durchbruch hat solange alle anderen Optionen vom Tisch gezwungen, bis die diplomatische Charade zum Selbstlaeufer wurde. Mit der anstehenden Annaeherung der USA an den Iran wird die Bombe endgueltig zur Nebensache. Der atomwaffenfreie Iran rueckt als Anliegen hinter die Restaurierung der abgebrochenen Beziehungen zwischen Iran und USA.</span></span></p>
<p align="left"><span style="font-family: Verdana, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Ohne dass die iranische Fuehrung sich auch nur einen Jota bewegt, koennen die herrschenden Herrschaften schon bald allerlei Haende westlicher Politiker schuetteln.</span></span></p>
<p align="left"><span style="font-family: Verdana, sans-serif;"><span style="font-size: small;">In Israel ist dagegen schon die Moeglichkeit einer iranischen Atombombe eine Unmoeglichkeit.</span></span></p>
<p align="left"><span style="font-family: Verdana, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Wer es mit dem Imperativ “Nie wieder” ernst meint, muss jeden Versuch unterstuetzen, eliminatorisch gesinnte Antisemiten von der Bombe fern zu halten. Alle Moeglichkeiten, den Iran durch scharfe Wirtschaftssanktionen in die Knie zu zwingen muessen ausgeschoepft werden. Eine militaerische Drohkulisse und in letzter Konsequenz die volle Unterstuetzung eines praeventiven Luftschlags.</span></span></p>
<p align="left"><span style="font-family: Verdana, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Wer sich wirksamen Sanktionen verweigert und “Nie wieder Krieg” schreit, sobald die militaerische Option auf den Tisch kommt, spielt den Iranern in die Karten.</span></span></p>
<p align="left"><span style="font-family: Verdana, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Wo die Rhetorik und das Handeln der erzkonservativen Fuehrer im Iran keinen Anschluss fuer die westliche Welt erlaubt wird eifrig dechiffriert und entlastet. So wird staendig nur verstanden, was in die diplomatische Agenda passt.</span></span></p>
<p align="left"><span style="font-family: Verdana, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Ueber Umdeutung wird alles, was nicht passt, passend gemacht. So entscheidet die westliche Welt ueber die Radikalislamisten hinweg, was diese meinen.</span></span></p>
<p align="left"><span style="font-family: Verdana, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Wuerde man die Vertreter des Gottesstaates ernst nehmen, dann waere in ihren Augen der Holocaust mehr oder minder eine Erfindung und damit ein delegitimierter Vorwand fuer einen juedischen Staat. Hier wuerde der Zusammenhang von Holocaust-Karrikaturen und einer Welt ohne Zionismus deutlich.</span></span></p>
<p align="left"><a href="http://www.zeit.de/online/2009/11/usa-iran-israel-konservative"><span style="color: #800080;"><span style="font-family: Verdana, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Michal Thumann reibt sich die Augen</span></span></span></a><span style="font-family: Verdana, sans-serif;"><span style="font-size: small;">, wenn israelische Politiker im iranischen Treiben eine Existenzbedrohung sehen. Immerhin hat der Iran ja noch keine Bombe. Eine Logik, wie ein schlechter Witz. Doch damit nicht genug, denn selbst fuer den Fall, dass “Iran je Nuklearwaffen haben sollte, heißt dies noch lange nicht, dass sie diese einsetzen würden.” Hier spiegelt sich das Verstaendnis des Westens, wonach sich die iranische Bedrohung in Verbal-Attacken erschoepfen. Hier in Israel tun sich die Menschen schwer mit solch einer Relativierung. Waehrend Obama Thuman damit begeistert, das theokratisce System nicht zu daemonisieren, fuerchten die Israelis dass der amerikanische Praesident das Vabanquespiel seines iranischen Kollegen unterschaetzt.</span></span></p>
<p align="left"><span style="font-family: Verdana, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Ausgehend von Obamas Obsession fuer symbolischen Erfolg wird es ihm schwer fallen, einen Schritt zu unterlassen, der ihm den Jubel fast der ganzen Welt einbringt. Eine Tase Tee mit Ahmadinedjad ist ein kalkulierbarer symbolischer Erfolg. Ungeachtet der moeglichen fatalen Folgen fuer Israel.</span></span></p>
<p align="left"><span style="font-family: Verdana, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Nicht dass es nicht wuenschenswert waere, sich mit dem Iran zu versoehnen. Doch ist Iran eben nicht nur die Summer seiner Bewohner, sondern auch die erzreaktionaere Ideologie. Nach innen sind Unterdrueckung, Religionspolizei, Kopftuchzwang, das Aufknuepfen Homosexueller und viele andere Grausamkeiten ideologisch gestuetzt. </span></span></p>
<p align="left"><span style="font-family: Verdana, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Eine Ideologie, die der Moderne so feindlich gesinnt ist, dass sie im offenen Antisemitismus muendet und nach aussen die Forderung, Israel von der Landkarte zu tilgen, hervorbringt.</span></span></p>
<p align="left"><span style="font-family: Verdana, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Es handelt sich bei Iran und Israel nicht um verfeindete Parteien, die sich in einem Interessenkonflikt gegenueberstehen. Es gibt zwischen den Laendern weder einen Grenz- noch einen Fluechtlingskonflikt. Trotzdem tachtet der IranIsrael nach der schieren Existenz und streckt die Hand zur Bombe. </span></span></p>
<p align="left"><span style="font-family: Verdana, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Israel draengt die Welt taetig zu werden um dies zu verhindern. Das sich die israelische Fuehrung natuerlich auch die Option offen haelt, es zum Showdown israelischer Bomber ueber iranischen Atomanlagen kommen zu lassen, reicht aus um Agression auf “beiden Seiten” zu konstatieren.</span></span></p>
<p align="left"><span style="font-family: Verdana, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Wuerde der Iran sein Atomprogramm aufgeben, wuerde kein Mensch hier in Israel darueber nachdenken dasLand anzugreifen</span></span></p>
<p align="left"><span style="font-family: Verdana, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Wo Israelis zur Maessigung aufgerufen werden, um den diplomatischen Prozess nicht zu gefaehrden, verkehrt sich das Bemuehen den Iran vom Bau einer Atombombe </span></span></p>
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