Der juedische Staat war nach dem Sechstagekrieg bereits 18 mal groesser als von der Peel-Komission 1936 vorgesehen. Deren Teilungsplan waren die Juden seiner Zeit bereit anzunehmen, die Araber aber lehnten ihn ab. Gegen den UN Teilungsplan von 47, der von den Juden akzeptiert wurde, boten die Araber seiner Zeit ihre Armeen auf. Der Krieg brachte die Waffenstillstandslinien von 49. Mit dem Krieg 67 vervierfachte Israel sein Gebiet gegenueber 49. Fuer die Araber war der Sechstagekrieg in jeder Hinsicht eine Katastrophe. Doch noch im August 67 wurden auf einer Gipfelkonferenz der arabischen Liga in Khartoum die drei Neins zu Versoehnung, Verhandlungen und Anerkennung formuliert.
Derweil ueberarbeitete die 64 gegruendete Palaestinensische Befreiungsorganisation (PLO) ihre Charta. Unter dem Eindrueck des Sechstagekrieges erfand die PLO die in Palaestina lebenden Araber als eigenstaendiges palaestinensisches Volk und verstand sich als dessen Befreiungsbewegung. Bis dato hatten sich die Araber in Palaestina nicht als eigenes Volk definiert, dass von anderen arabischen Voelkern zu unterscheiden sei und eigene nationale Ansprueche besaesse, sondern vielmehr als Teil eines arabischen Volkes. Die Konstruktion einer eigenen palästinensischen Identität kann als politische, aber auch taktische Reaktion auf den Zionismus verstanden werden. Wer sich die Muehe macht, die urspruengliche PLO Charta mit derjenigen zu vergleichen, die nach dem Sechstagekrieg verfasst wurde, erkennt anhand der vorgenommenen Veraenderungen die Ueberfuehrung der urspruenglich panarabisch angelegten Bewegung in eine Natioalistisch gesinnte. Die PLO formulierte nationale Ansprueche des palaestinensischen Volkes und verfolgte diese mit terroristischem Eifer. Jerusalem gelangte ins Zentrum dieser nationalen Ansprueche, obwohl die Stadt in langen Jahren arabischer Herrschaft niemals Haupstadt war (und auch im Koran kein einziges Mal erwaehnt wird).
Die starkste Fraktion der PLO, die Fatach Bewegung, baute unter der Fuehrung von Yassir Arafat, nach dem Sechstagekrieg ein Terrorcamp in Karame im Jordantal auf. Von dort kam es zu mehreren blutigen Uebergriffen. Einer der terroristischen Ueberfaelle zielte auf einen Bus mit Kindern auf einem Schulausflug ans Tote Meer.
Im Maerz 68 kam es in Karame zur militaerischen Auseinandersetzung zwischen israelischen Streitkraeften und der Fatach, die Unterstuetzung von der jordanischen Armee erhielt. Fuer arabische Massstaebe war die Schlacht, die 29 israelischen Soldaten das Leben forderte, ein Erfolg. Der Fatach-Fuehrer Arafat wurde Vorsitzender der PLO. Er beerbte Yahya Hammuda, der den Vorsiz von Ahmed Shukeiri uebernommen hatte. Mohammed Amin al-Husseini, der Nazi-Verbuendete und gluehende Verfechter des Holocaust, diente Arafat als politischer Mentor.
Auf Betreiben mancher PLO-Fraktionen kam es zwischen der von Jordanien aus agierenden PLO und der jordanischen Fuehrung zu Spannungen, die sich zunehmend verschaerften. ine vierfache Flugzeugentfuehrung durch die PLO Fraktion PFLP, in deren Verlauf die Flugzeuge gesprengt wurden, brachte die offene Auseinandersetzung. Im September kam es zum Zusammenstoss zwischen der PLO und den jordanischen Streitkraeften. Die PLO flog aus Jordanien und re-formierte sich im Libanon. Israel erlebte nach der Vertreibung der PLO aus Jordanien in den Libanon den Terror im Norden. 74 starben bei einem Ueberfall auf Kiriat Shmona 18 Menschen, darunter 8 Kinder, wenig spaeter wurden bei der Besetzung einer Schule in Ma’alot 22 Schueler getoetet.
Vom Libanon aus instruierte die PLO 72 auch den Terror gegen das israelische Olympia-Team in Muenchen, das 11 israelischen Sportlern das Leben kostete. In einer Vergeltungsoperation toeteten israelische Kommandos alle Verantwortlichen fuer Muenchen.
76 haben deutsche und palaestinensische Terroristen ein Flugzeug der Air France nach Entebbe entfuehrt. Es kam zu einer Aussonderung juedischer Geiseln durch den Deutschen Wilfried Boese. In der wohl spektakulaesten Geiselbefreiung aller Zeiten holte ein israelisches Militaerkommando unter der Fuehrung von Yonathan Netanjahu (der bei der Aktion als einziger israelischer Militaer getoetet wurde) die entfuehrten Juden nach Israel. In Limosinen gepackt, die einen Konvoi des ugandischen Diktators Idi Amin vortaeuschten, gelangten die Kommandos an den Terminal des Flughafens, in dem die Geiseln gehalten wurden. Die waghalsige Kommandoaktion hat einen zentralen Platz im Selbstverstaendnis der Israelis. Meine Zeitzeugen berichten von der grossen Beklemmung, die geherrscht hat, als das Schicksal der juedischen Geiseln in den Haenden deutscher und palaestinensischer Terroristen voellig unklar war und welche Euphorie ausgebrochen ist, als die erfolgreiche Operation bekannt wurde. Wer die Bedeutung des israelischen Militaers fuer die Juden – nicht nur in Israel – begreifen moechte, dem sei der Film Entebbe empfohlen.
82 kam es dann zum ersten Libanonkrieg und der Besetzung des Suedlibanon. Im August 82 wurde die PLO gezwungen den Libanon zu verlassen und liess sich in Tunesien nieder um von dort den Terror gegen Israel fortzufuehren. 85 wurden 3 israelische Zivilisten auf Zypern von einem PLO Kommando ermordet. Im gleichen Jahr kam es zur Entfuehrung des Kreuzfahrtschiffes Archille Lauro durch Terroristen der PFLP. Diese erschossen einen teilgelaehmten juedischen Amerikaner und forderten u.a. die Freilassung des deutschen Neo-Nazi Odfried Hepp, der fuer die PFLP aktiv war.
87 begann die erste Intifada, die ohne Wissen der PLO Fuehrung in Tunesien ausgebrochen war. Verteidigungsminister Izhak Rabin wurde angewiesen , die Intifada gewaltsam, aber ohne Feuerwaffen niederzuschlagen. Rabin orderte den Einsatz von Schlagstoecken und von Seiten der Palaestinenser wurde dies propagandistisch ausgeschlachtet. Der militaerische Komandant der PLO, Abu Jihad, hatte derweil die Fuehrung ueber die Intifada erlangt und befahl einen Terrorangriff auf einen israelischen Bus, der drei Tote forderte. Israelische Kommandos griffen Abu Jihad daraufhin in seinem Haus in Tunis an und toeteten ihn.
Waehrend der zweiten Amtszeit von Yitzhak Rabin als Premierminister kam es unter der Regie seines Aussenministers Simon Peres zu ersten inoffiziellen Kontakten zwischen Israel und der PLO in Oslo, die einer offiziellen gegenseitigen Anerkennung den Boden bereiteten sollten. Peres hintertrieb mit seinen Geheimgespraechen die offizielle Politik und draengte Israel in die Anerkennung der PLO, die im beruehmten Handschlag zwischen Rabin und Arafat muendete. Es begannen ofizielle Verhandlungen und entsprechend der Oslo Abkommen wurden Teile der besetzten Gebiete in die palaestinensische Autonomie ueberfuehrt. Als Verwaltungsapparat fungiert die dafuer geschaffene Autonomiebehoerde unter dem Vorsitz von Arafat.
Oslo brachte den Israels die Hoffnung auf Frieden. Israelis sind zum Einkaufen in palaestinensische Staedte gefahren und Palaestinenser haben in Israel gearbeitet. Doch Arafat sollte schon bald sein doppeltes Spiel aufziehen. In Israel kam es 95 zur Tragoedie, als Rabin von einem juedischen Extremisten ermordet wurde. Bei den darauf folgenden Wahlen gewann der Oslo-Kritiker Netanyahu vom Likud. Vorausgegangen war im Fruehjahr 96 eine moerderische Welle von Terroranschlaegen queer durch Israel. 99 kam die Arbeiterpartei unter Ehud Barak zurueck an die Macht und Arafat bekam 2000 in Camp David von Barak einen eigenen Staat mit sehr weit reichenden israelischen Zugestaendnissen angeboten. Der in Oslo begonnene Weg zur palaestinensischen Staatlichkeit schien trotz der Eruptionen Mitte der 90er abgeschlossen.
Tatsaechlich erwies sich Camp David als Anfang vom Ende.
Die Palaestinenser unter Arafat, dem Vorsitzenden von Fatach, PLO und Autonomiebehoerde, entschieden sich gegen die Etablierung eines eigenen Staates und fuer die zweite Intifada. Statt Frieden haben die Israelis fuer ihr Entgegenkommen blutige Selbstmordanschlaege und ein nachwirkendes Trauma geerntet. Die zweite Intifada, in die sich eine Vielzahl von Organisationen eingerastet haben, sah beispiellose Gewaltexesse. Unter den verschiedenen Terrororganisationen, die eine Allianz gegen die israelische Bevoelkerung eingegangen sind, war auch die waehrend der ersten Intifada geborene Hamas. Ueber ihren Hass auf Israel hinaus finden sich bei den verschiedenen Akteuren der zweiten Intifada keine verbindenden Elemente. Wie der Versuch die Juden ins Meer zu treiben die Terroristischen verschiedener Lager zusammenbrachte, verfestigte sich der “Widerstand” zur Essenz der palaestinensischen Identitaet.
Arafat propagierte die moerderischen Anschlaege auf israelische Zivilisten als legitimen Befreiungskampf. Tatsaechlich erreichte er trotz perpetuierten Terror die Palaestinenser als brutal unterdruecktes Volk zu vermarkten.
Die zweite Intifada hat den Israelis die Palaestinenser verleidet. Meine ehemalige Freundin sah einen Bus an der Kreuzung Yagur in die Luft fliegen. Das Blutbad traumatisierte sie fuer lange Zeit.
Am 1. Juni 2001 forderte ein Selbstmordattentaeter der Hamas das Leben von 21 Menschen in der Warteschlange vor der Diskothek Dolphinarium, wo eine Feier fuer Neueinwanderer aus der ehemaligen Sowjetunion steigen sollte. Unter seinen Opfern waren 13 Minderjaehrige. Im August 2001 starben 15 Israelis bei einem Selbstmordanschlag in einer Pizzeria in Jerusalem. Als im Dezember weitere zwei Dutzend Israelis bei Selbstmordanschlaegen in Haifa und Jerusalem getoetet wurden, erklaerte Israel die PA schliesslich zu einer Terrororganisation und begann mit der Abriegelung der palaestinensischen Gebiete. Im Januar 2002 konnte die israelische Marine eine 50 Tonnen schwere Waffenlieferung, die fuer die PA bestimmt war, abfangen. Zu Pessach 2002 toetete ein Selbstmordattentaeter der Hamas 30 Israelis im Park Hotel in Netanya. Zwei Tage spaeter begann Israel eine Militaeroperation gegen den palaestinensischen Terrorismus.
Aufgrund der Erfahrungen mit den gescheiterten Friedensbemuehungen und der Brutalitaet des Terrors, der entfacht wude, waren die Israelis daran interessiert, sich praktisch vor den Palaestinensern zu schuetzen. Als Reaktion auf die Anschlaege hat Israel im Sommer 2002 mit dem Bau des Sperrwalls begonnen.
Im Oktober 2003 brachte eine palaestinensische Selbstmordattentaeterin vom Islamischen Dschihad 19 Israelis im Familienrestaurant Maxim in Haifa um. Im Maerz 2004 entging Israel nur knapp einer kapitalen Katastrophe, als im Hafen von Ashdod Bomben gezuendet wurden, die Ammoniaktanks in die Luft jagen sollten. Israel reagierte mit der gezielten Toetung des Hamas Fuehrers Yassin.
Der palaestinensische Terror der zweiten Intifada hat mehr als 1000 Israelis das Leben gefordert. Der “Friedensprozess” brachte den Israelis bis heute keinen Frieden. Die Hoffnung auf ein friedliches Nebeneinander hat sich gruendlich zersetzt.
Schliesslich wurde auch die Hoffnung Land fuer Frieden tauschen zu koennen begraben. Ariel Sharon, der Barak als Premier folgte, hat 2004 sein ganzes politisches Gewicht in die Waagschalen geworfen, um den Gaza Streifen zu raeumen. Fuer den Rueckzug hat der Siedlervater sogar den Likud, seine politische Heimat, verlassen.
Die von der Mehrheit getragene Unterstuetzung fuer die schmerzhafte Raeumung stand unter der klaren Bedingung Land fuer Frieden zu tauschen. Doch bekam Israel statt Frieden Hamastan in Gaza und Raketenhagel auf den Sueden.
Im Norden folgte auf die Raeumung des Suedlibanon 2001 der Raketenterror der Hisbollah, einer islamistischen Terrororganisation, die sich waehrend der israelischen Besetzung formiert hatte.
Aus den Raeumungen des Libanon und des Gaza Streifens resultierten schliesslich die Militaeroperationen im Libanon und im Gaza. Und dort haben bereits Freunde und Bekannte von mir in meinem Alter gekaempft.
Als ich noch im Krankenhaus gearbeitet habe, hatte ich einen Kollegen, Gil, der als Reservist 2000 bei der Al-Aksa Intifada im Gaza eingesetzt wurde. Er erinnert sich, wie drei Soldaten aus seiner Kompanie bei den Kaempfen gefallen sind.
Gil wurde 2006 als Reservist fuer den zweiten Libanonkrieg eingezogen. Nach einer Woche intensiver Vorbereitung, stand seine Einheit kurz vor dem Einmarsch in den Libanon. Die Anspannung war enorm. Die israelischen Streitkraefte zeigten sich bei der militaerischen Auseinandersetzung mit der Hizbollah in schlechter Verfassung. Freunde aus dem Moshav Alone Aba haben im Libanon gekaempft. Freunde, mit denen ich im Sommer noch WM geschaut habe, als ich fuer drei Wochen im Moshav war und die bei unserem naechsten Widersehen zwei Monate spaeter Eindruecke vom Schlachtfeld zu verarbeiten hatten.
Mit seiner Frau und vier Kindern wohnt Gil in einem Haus in Ashdod. Waehrend 2008 der Raketenterror im Sueden eskalierte, war seine Familie staendig in die Bunker gezwungen. Mit ihm waren viele meiner ehemaligen Kolleginnen und kollegen im Krankenhaus aus Ashdod, Ashkelon oder einer anderen Stadt,die Ende 2008 unter Dauerfeuer kamen. Waehrend der Arbeit mit einem Auge staendig am Fernseher und bei jedem roten Alarm in Sorge um die Kinder. Im Gegensatz zu anderen Berufstaetigen, koennen Angestellte im Krankenhaus waehrend eines Krieges nicht zu Hause bleiben. Ich bekam die unertraegliche Anspannung der Bewohner der Staedte im Raketenhagel also aus naechster Naehe mit.
So weit ich das verfolge, sind die Israelis zunehmend frustriert darueber, wie die unverstaendlich sich die Weltgemeinschaft gegenueber der Bedrohung des juedischen Staates zeigt. Dem schlechten Ansehen Israels in der Welt liegt, nach Meinung der Israelis, die palaestinensische Propaganda zu Grunde. Die Israelis koennten sich nicht erklaeren meinten meine Bewohnerinnen und Bewohner, sowie deren Angehoerige an einem Nachmittag, als ich im Rahmen der Beschaeftigungstherapie im grossen Kreis die Frage aufgeworfen habe, warum das Ansehen Israels in der Welt so gering sei.
Eine der dubiosen Organisationen, die der palaestinaensischen Propaganda in die Haende spielt ist die UNRWA. Das UN Fluechtlingshilfswerk fuer Palaestina UNRWA betreibt die stetige Vermehrung palaestinensischer Fluechtlinge. 2004 lernte ich einen Amerikaner kennen, der in einem UNRWA Fluechtlingslager in Jenin arbeitete. Er verbrachte seine Urlaubstage im Tobasco Hostel im arabischen Teil der Altstadt. Das Hostel wurde seiner Zeit von einem Palaestinenser gepachtet, der aus seinem Antizionismus keinen Hehl machte. Mehrere Male hatte er Gruppen auslaendischer BesucherInnen in und durch Fluechtlingslager gefuehrt. Lang und breit konnte er darlegen, warum der Zionismus am Leid der Araber und der Welt schuld sei. Ausserdem wusste der zweifache Ehemann auch einiges ueber den heiligen Koran zu sagen. Uebermuetig habe ich mich gegenueber dem antizionistischen Religionsgelehrten zu der Frage hinreisen lassen, ob es denn keine Entehrung des Koran bedeutete, wenn er sich in der Hand von Selbstmordattentaetern befaende, wie das so oft in den Bekennervideos zu sehen sei. Nein, erklaerte er mir, da die Selbstmordattentate von hoechster Stelle gerechtfertigt seien. Bei einem weiteren Besuch im Tabasco Hostel wurde von einem Freund des Hausherrn bei einer Tasse Tee erlaeutert, dass Gott durch Hitler gehandelt habe.
Nicht weniger schlimm ist es in den palaestinensischen Gebieten. Wenn Deutsche, die in den Gebieten waren, berichten, dass sie auf gebrochenem English gefragt wurden “why did you not finish your job”, dann darf man dies getrost glauben. Auf dem Markt von Hebron wurde mir von Palaestinensern erklaert, dass Hitler mit der Judenvernichtung ein grosses Werk geleistet habe.
Die Weisen von Zion und Mein Kampf sind Bestseller in der arabischen Welt. In palaestinensischen Schulbuechern, von der UNSCO gedruckt, wird antisemitisches Gedankengut verbreitet.
Jedes Jahr feiert Israel seine Unabhaengigkeit als nationalen Feiertag nach dem Datum der Staatsgruendung im juedischen Kalender. Der Feiertag wird sehr ausgelassen begangen. Die Israelis belagern die Parks und Gehwege mit Barbeques. Noch in den unmoeglichsten Ecken wird gegrillt. Die landesweite Massenveranstaltung ist ueberall zu riechen. Zudem sorgt die Armee mit Paraden der Luftwaffe und Marine fuer Stimmung. Im Fernsehen flimmert der Film Entebbe. Am Abend vor dem kollektiven Freiluft Zermenonielll wird der Unabhaengigkeitstag stuermisch begruesst. Juedische Feiertage beginnen mit dem Sonnenuntergang und dauern bis zum Sonnenuntergang. Am Unabhaegigkeitsabend stroemen die Israelis auf Partys, grosse und kleine Strassenfeste. Es sind die stimmungsvollsten Feiern des Jahres. Dabei schliesst der Feiertag direkt an einen Gedenktag an. Der Gedenktag fuer die gefallenen Soldaten und die Opfer des Terror beginnt am Abend zuvor, dessen Ende den Anfang der Feiern zum Unabhaengigkeitstag bedeutet. Am Gedenktag fuer die toten israelischen Soldaten und die Terroropfer ruht der Vergnuegungsbetrieb. Mit Eintritt des Gedenkens schliessen ausnahmslos alle Kneipen, Bars, Kioske, Supermaerkte usw. Am Morgen ertoenen zwei Mal fuer je eine Minute die Sirenen und bringen das ganze Land zum Stillstand.
Aus dem krassen Uebergang zwischen dem Gedenktag und den Feiern zur Unabhaengigkeit laesst sich lernen, dass die Befreiung Opfer gefordert hat und immer noch fordert.















