Israel – pt. 4(1)/24 || Von Berlin und Transsilvanien nach Jerusalem

 

“Ein Staat wird dem Volk nicht einfach auf einem Silbertablett serviert” (Chaim Weizmann)

aus einer temp. Puppenausstellung im Eretz Museum

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Arie K. ist 96 Jahre alt und ich begleite ihn bei Spaziergaengen in den Garten. Im Zuge dieser persoenlichen Betreuung hat der Doktor fuer Archaeologie manche Erinnerung aus seinem langen Leben mit mir geteilt. Er war Leiter der ersten Ausgrabungen in Israel.  Im Verlauf seiner Karriere hat sich Arie K. auf Muenzen spezialisiert. Er war Praesident der israelischen numismatischen Gesellschaft, Dozent an der Bar Ilan Universitaet und Verfasser von Fachbuechern ueber Muenzen. Arie K. war Leiter der Abteilung fuer Muenzen am Israel Museum und Mitbegruender der beruehmten Abteilung fuer Glas. Weiterlesen

Israel – pt. 3(3)/24 || Von Warschau nach Beer Sheva

 

Nachdem er die Briten ueber sein Alter taeuschen konnte und schliesslich von Zypern nach Palaestina gekommen war, fuehrte der Weg von Ephraim P. zum Palmach. Er kam ins Kibbuz Sha’ar HaGolan, wo er gearbeitet hat und militaerisch ausgebildet wurde. Im Fruehjahr 48 eskalierten die arabischen Milizen ihre gewaltsamen Uebergriffe. Die Hagana entschied sich zu ihrer ersten offensiven Militaeroperation. Ziel war es, die von der UN zugesagten Gebiete zu sichern und strategische Punkte zu erobern, die an den Einfallrouten der arabischen Armeen lagen. Die Juden rechneten fest mit dem angekuendigten Ueberfall der arabischen Nachbarn als Reaktion auf die Deklaration eines juedischen Staates. Weiterlesen

Israel – pt.3(Zwischenteil)

 

Eine Annekdote, die mir in diesem Zusammenhang der Kriegsvorbereitungen besonders gut gefallen hat, handelt von Johnny, einem Soldaten der britischen Armee und seinem Freund. Die beiden haben der koeniglichen Armee zwei Panzer geklaut und sind damit zur Hagana uebergelaufen. Das Militaergeraet sei schon im Hafen von Haifa bereitgestanden, um eingeschifft zu werden, als die pro-zionistischen Soldaten damit ausgescheert seien, erinnert sich Weiterlesen

Israel – pt. 3(2)/24 || Von Warschau nach Beer Sheva

Das komplizierte Verhaeltnis zwischen dem Yishuv und der Mandatsmacht reicht bis in den ersten Weltkrieg zurueck, wo Briten gegen Tuerken gekaempft haben. Waehrend des Weltkrieges wurde in der britischen Armee auf Betreiben des Zionisten Wladimir Zeev Jabotinsky und des zaristischen Generals Yosef Trumpeldor eine juedische Legion geschaffen. Jabotinsky und Trumpeldor gelangten mit dem ersten juedischen Kampfverband seit weit zurueckliegenden Zeiten in das gelobte Land. Sie waren gewillt, einem juedischen Staat den Boden zu bereiten. Weiterlesen

Israel – pt. 3(1)/24 || Von Warschau nach Beer Sheva

Mein Bewohner Ephraim P. wurde von den Nazis in jungen Jahren ins Warschauer Ghetto gezwungen. Nach dem Aufstand wurde er ins Konzentrationslager Majdanek deportiert und begann dort seine Karriere als Zwangsarbeiter. In Majdanek hat er den Speisesaal der Lagerverwaltung gereinigt und entkam so den todbringenden Baustellen. Er fand hier und dort Speisereste, waehrend die KZ Haeftlinge, die den ganzen Tag riesige Steine schleppen mussten, lediglich den Tod fanden.  Weiterlesen

Israel – pt.2(2)/24 || Von Stettin nach Tel Aviv

Tova G. ist nach dem Krieg aus Bukarest eingewandert. Sie hat Deutsch in der Schule gelernt und bezeichnet sich aber nicht als Jekke. Sie ist sehr viel zu Konzerten gegangen und erzaehlt, dass die meisten Besucher Deutsche und Osteuropaeer gewesen seien. Sie meint, dass die beiden Gruppen leicht anhand ihrer Gaderobe zu unterscheiden gewesen waeren. Die Jekkes haben elegantes Tuch angelegt, wenn sie die Konzertsaele aufgesucht haben. Weiterlesen